IFeL blog

Structure, Dialogue and Autonomy


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ALMoo – Adaptives Lernen mit Moodle

Von Anna Lupandina und Matthias Holthaus

Das Projekt ALMoo wurde vom IFeL entwickelt, durchgeführt und abschliessend evaluiert. Ziel und Idee von ALMoo war es, zu untersuchen, inwieweit mit dem Einsatz von adaptiven Lerntechnologien an der FFHS die Lehre optimiert werden kann. Es ging darum auf Basis von forschungsgeleiteten Instruktionsansätzen und unter der Berücksichtigung von kognitionsrelevanten Überlegungen ein adaptives Instruktionsmodell zu entwickeln und zu erproben, das vor allem auch dem spezifischen Bedarf der Fernstudierenden der FFHS gerecht wird und deren Studium unterstützt.

Die ersten Ergebnisse zeigen, das ALMoo besonders die schwächeren Studierenden unterstützt.

ALMoo im Schnelldurchgang erklärt:

Jeder Studierende musste zu Beginn des Kurses einen Vorwissenstest absolvieren, der die Studierenden in zwei Wissensstufen – Novize oder Fortgeschrittener – einteilte. Entsprechend dieser Einteilung erhielten die Studierenden zwar die gleichen Aufgaben, aber mit unterschiedlich detaillierten Instruktionen und Erklärungen. Die Einteilung in Novize und Experte war aber nicht unveränderlich. Hatten Novizen Aufgaben erfolgreich gelöst, bekamen sie die Empfehlung in den Expertenbereich (Aufgaben mit weniger Zwischenschritten und Instruktionen) zu wechseln. Hatten Experten hingegen Aufgaben nicht gelöst, bekamen sie die Empfehlung in den Novizenbereich  (Aufgaben mit Zwischenschritten und ausführlichen Instruktionen) zu wechseln.

Somit hatte jeder Studierende seinen individuellen – seinem Wissen entsprechenden – Lernpfad. Das Befolgen dieses Lernpfades war allerdings keineswegs verpflichtend. Studierende konnten sich auch für die Lernaufgaben mit dem anderen Instruktionsmodell entscheiden.

Die erste Veranstaltung in der ALMoo eingesetzt wurde und von 95 Studierenden besucht wurde ist mittlerweile beendet und die ersten Ergebnisse liegen nun vor.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei dem installierten Setting an der FFHS vor allem – wie oben bereits erwähnt – die schwächeren Studierenden, die Novizen vom adaptiven Lernsystem profitiert haben. Dies kann als erstes Untersuchungsergebnis festgehalten werden. Ihre Wissensdefizite konnten sie durch die zusätzlichen Erklärungen und ausführlicheren Aufgaben zur Prüfung hin signifikant besser aufarbeiten.

Ferner zeigt sich, dass die Studierenden, die aktiv (e-)lernen, mit den E-Learning-Komponenten aktiv und online lernen und gelernt bzw. gearbeitet haben bessere Lernerfolge erzielen. Aus einer ‚nach oben unbegrenzte Online-Aktivität‘ folgt zwar nicht ein nach oben unbegrenzter Lernerfolg, aber aus einer E-Learning-Passivität folgt hier eher ein Misserfolg. Dies kann als zweites Untersuchungsergebnis festgehalten werden. Dass E-Learning, als primäre Lernumgebung, nicht zu unterschätzen ist, als primäre Lernumgebung anerkannt werden muss. Die Aktivität der Studierenden und somit auch deren Engagement und folglich deren Lernerfolg kann so über entsprechende E-Learningsysteme (adaptive Lernsysteme) gefördert und ‚gesteuert‘ werden.

Darüber hinaus können Adaptive Lernsysteme auch dabei helfen, Selbstreguliertes Lernen zu erlernen wie auch den eigenen Wissensstand besser einzuschätzen.

ALMoo wird fortgeführt. Auch in einer weiteren Veranstaltung wird ALMoo nun eingeführt und weitere Daten werden gesammelt und ausgewertet um die Ergebnisse zu validieren. Auch an Fachpublikationen um die Ergebnisse zu veröffentlichen wird gegenwärtig gearbeitet und bei Erscheinen hier darauf hingewiesen.


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CAS eDidactics – verleiht Ihrer E-Learning-Karriere Flügel

Der Lehrgang “CAS eDidactics – Mediengestütztes Lehren und Lernen” der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) startet am 8. August bereits in seine vierte Durchführung.

Mit zunehmenden Online-Lernangeboten steigt der Bedarf an qualifizierten Personen im Bereich E-Learning bzw. Blended Learning. Im CAS eDidactics erwerben Sie die notwendigen Qualifikationen, um den Ansprüchen an die moderne Lehre gerecht werden zu können. Sie befassen sich im Lehrgang mit der Planung, Entwicklung, Durchführung und Evaluation von E-Learning-Angeboten. Durch unseren Blended Learning-Ansatz – 80 % des Lehrgangs finden online, 20 % im Rahmen von Präsenzveranstaltungen statt – erfahren Sie E-Learning dabei hautnah. Zudem geht nichts über Anwendung: Sie setzen sich im Lehrgang sehr aktiv mit den Themen auseinander und erstellen als Abschluss Ihr eigenes kleines Online-Lernangebot.

Der Lehrgang besteht insgesamt aus 10 Ausbildungsblöcken. Dank dem modularen Aufbau können Sie auch nur einzelne für Sie passende Ausbildungsblöcke besuchen. Wir würden uns freuen, Sie bei uns begrüssen zu dürfen. Weitere Informationen finden Sie unter www.ffhs.ch/edidactics.


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Stay far, learn close

Marktplatzstand an der 7. Swiss eLearning Conference (www.selc.ch) – 12. April 2016 in Zürich

Geografische Distanz kann das Lernen behindern, aber ein geeignetes Verständnis der Möglichkeiten virtueller Kollaboration  kann die für ein effektives Lernen notwendige emotionale und praktische Nähe wiederherstellen. Auf der  Grundlage eines wissensbasierten Verständnisses von e-Collaboration haben wir Modelle und Instrumente entwickelt sowie Erfahrungen gesammelt, welche das neue soziale, gemeinschaftliche Lernen auch auf Distanz fördern können. Wir geben Einblick in diesbezgl. Projekte und Ansätze, wie z.B.

  1. eSF Our E-Collaboration System (English)
  2. Community of Practice (English)
  3. Storytelling (Deutsch)
  4. Gamebooks (Deutsch)
  5. TOOCs (Deuttsch)
  6. Solution Finder Model (English)
  7. Open Science Gallery (English)
  8. Virtual & Interactive Sessions (Deutsch)
  9. QUBE – 3D E-Learning System (English)
  10. ECIC – Electronic Collaborative Idea Cultivation (English)

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Marktplatz der SeLC 2016 – Im Vordergrund der Tisch des IFeL Team E.Collaboration (Marco Bettoni, Willi Bernhard, Nicole Bittel und Victoria Mirata)

 

 

 

 


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E-Collaboration: A knoweldge-oriented model

Our experience with the practice of E-Collaboration suggests that knowledge processes play an essential, relevant role in it. This is in line with the considerations of other authors who claim that knowledge processes serve as the basis of any form of cooperation (Endress & Wehner, 1996; Vollmer & Wehner, 2007), that knowledge should be considered as one of the key elements of E-Collaboration (Kock, 2005) or that the construction of shared knowledge constitutes one of its key processes (Dillenbourg & Fischer, 2007).
Unfortunately we do not see knowledge mentioned in most definitions of E-Collaboration and are lacking models of E-Collaboration with adequate emphasis on knowledge processes. This is why within our team (IFeL Team E-Collaboration) we have developed this approach and have made it available as a chapter of a book released end of 2015 at IGI.

Reference

  • Bettoni, M.,  Bittel, N., Bernhard W. & Mirata, V. (2016) eSF – An E-Collaboration System for Knowledge Workers. In: A. Kok & H. Lee (eds.) Cultural, Behavioral, and Social Considerations in Electronic Collaboration. Hershey (USA), IGI Global, Chapter 8, 157-172.

Abstract

  • The aim of our chapter is to contribute to a better understanding of E-Collaboration, especially its intimate connection with knowledge and knowledge processes. We begin by presenting a knowledge-oriented understanding of E-Collaboration and an architecture of an E-Collaboration system (people, processes and technology) based on that understanding; then we describe the eSF system (an implementation of this architecture within our team), our experiences with it and what we have learned about the success factors of E-Collaboration.

You can access it at: http://www.igi-global.com/book/cultural-behavioral-social-considerations-electronic/134811

 

References
Dillenbourg, P. & Fischer, F. (2007). Basics of Computer-Supported Collaborative Learning. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik. 21, 111-130.
Endress, E., & Wehner, T. (Eds.). (1996). Zwischenbetriebliche Kooperation. Die Gestaltung von Lieferbedingungen. Weinheim: Psychologie Verlags Union.
Kock, N. (2005). What is E-Collaboration? International Journal of e-Collaboration, 1(1), i–vii.
Vollmer, A., & Wehner, T. (2007). Innovation und wissensorientierte Kooperation. Profile, 13, 31–36.


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Storytellingworkshops für den Hochschulunterricht

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Geht es Ihnen auch so? Wenn Sie sich wie ich mit dem Storytelling im Hochschulkontext beschäftigen, dann ist das Resultat nicht selten frustrierend. Denn obwohl Storytelling mittlerweile in zahlreichen Gebieten unseres Lebens und Arbeitens zum guten Ton gehört, findet man im tertiären Bildungsbereich nur wenig Brauchbares dazu. Somit wird eine grosse Chance verpasst, das Lernen effektiver, reichhaltiger und motivierter zu machen. Wir möchten das ändern und organisieren 5 virtuelle Workshops zum Thema.

Die Storytelling Revolution

Immerhin spricht Kirnan von einer Storytelling Revolution. In Primarschulen schon lange etabliert und aus der Kindheit nicht weg zu denken, haben Geschichten auf ihrem Siegeszug auch vor der Businesswelt nicht halt gemacht. Journalismus wird heute in allererster Linie mit Geschichten gemacht. Ebenso ist das Marketing einer Firma nur so gut, wie die Story, die dahinter steht.

Storytelling will gelernt sein

Aber der richtige Einsatz von Geschichten will gelernt sein. Und so bieten verschiedene Hochschulen Aus- und Weiterbildungsgänge an, in denen man lernt, wie man ein guter Geschichtenschreiber wird oder seine Story wettbewerbstauglich an den Mann und die Frau bringt.
Allerdings scheinen die Hochschuldozierenden selbst von dieser Story-Revolution kaum berührt zu werden. Zumindest finden sich nur wenige Initiativen im World Wide Web, in denen Storytelling in der Hochschuldidaktik zum Einsatz kommt.

Schluss mit Frust!

Grund genug, dies zu ändern. Wir haben deshalb 5 namhafte Storytellingexperten im deutschsprachigen Raum eingeladen, um Ihnen zu zeigen, dass mit der richtigen Herangehensweise narrative Methoden auch im Hochschulunterricht ihre Berechtigung haben. In Form von 5 virtuellen Workshops können Sie selbst ausprobieren, was alles möglich ist.

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Etwas für Sie?

Suchen Sie nach Möglichkeiten, Ihre Studierenden beim Reflektieren oder Anwenden des Gelernten zu unterstützen? Fragen Sie sich auch, wie Sie an das stille Wissen in den Köpfen Ihrer Studierenden kommen? Oder möchten Sie die Zusammenarbeit unter den Lernenden fördern? Jeder dieser online Workshops behandelt einen anderen Aspekt von Storytelling im Hochschulunterricht.

Wir freuen uns!

Wenn Sie neugierig geworden sind, hier geht’s zur Webseite: www.ffhs.ch/vis  

Viel Spass beim Stöbern! 🙂
Nicole Bittel
Forschungsfeldleiterin IFeL


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If your workplace is as an experience.

How does a work environment look like, when your workplace is as an experience, and your company is a community?

Two weeks before my summer holidays in California, I came across with an article of Jeanne Meister in FORBES about an extraordinary workplace that Airbnb is building for and with their employees. She calls it the “workplace as an experience”. It means that all the elements of work—the physical, the emotional, the intellectual, the virtual, and the aspirational—are carefully orchestrated to inspire employees and keep them engaged and happy.

Not to miss the opportunity to experience that special workplace myself, I wrote an email to  Brain Chesky, the co-founder and CEO of Airbnb,  for asking him to give me a tour of their premises. Two weeks later I found myself in front of a white building on 888 Brannan Street, the headquarters of Airbnb in San Francisco. Jason and Casey (photo), a workplace environment team, were waiting for me to give me an excited tour around their workplace and to share with me the feeling of #BelongAnywhere . The visit of the Airbnb workplace was definetly a memorable experience  and one of highlights of my summer holiday in S.F.

In the article of Jeanne MeisterAirbnb Chief Human Resource Officer Becomes Chief Employee Experience Officer” you will learn,

  • How Airbnb is building a “workplace as an experience” with their employees,
  • How the employees are engaged in the workplace,
  • How the corporate culture can be brought to life through workplace environments.

And what does “a workplace as an experience” mean for you? Please, comment or share some thoughts on this topic here!

 

 


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Digitalisierung der Hochschulen

Jörg Dräger (Bertelsmann Stiftung) formuliert in einem YouTube Video ein paar interessante und diskussionswerte Thesen zur Digitalisierung der Hochschule:

  • Ist es ein Angriff auf das Bildungsbürgertum?
  • Ermöglicht die kommende Personlisierung der Lerninhalte über grosse Plattformen, Unterrichtsformen die bisher nur über teuer bezahlte Tutoren möglich waren?
  • Ergeben sich durch das “Matching” von Kompetenzen und Bildungsinhalten neue berufliche Karrieren und damit neue Chancen für Personen die bisher davon ausgeschlossen waren?
  • Wird die Bildungswelt durch die Digitalisierung global?
  • Wird durch die Digitalisierung der Hochschulen  das humbodtsche Bildungsziel “Gute Bildung für Alle” endlich umgesetzt?
  • Ist die eigentliche Herausforderung für die Hochschulen nicht einfach, das Analoge durch das Digitale zu ersetzen?

https://twitter.com/per63vsch/status/656477346233516032