IFeL blog

Structure, Dialogue and Autonomy


2 Comments

No problem with reading on tablets over a long period of time

“Tablets are not suited for reading over an extended period of time”; this statement is widespread. For example Scott Liu, head of the American-Taiwanese company E Ink Holdings, states that reading over an extended period of time on a Liquid Crystal display leads to increased visual fatigue. “The iPad is a fascinating multifunctional device, but not intended for hour-long reading” (stern.de). In comparison, E-ink readers, with their paper similar displays, are looked at as an adequate replacement for a book.

But is it true that the tablet is an inadequate device for reading over an extended period of time? Critical statements against the tablet as a replacement for the book are widespread but there is a lack of scientific evidence for these assumptions. For that reason, a study answering this question was implemented at the Institute for Research in Open- Distance- and eLearning (IFeL).

In a laboratory study, the participants read for several hours on either E-ink (Sony PRS-600) or LCD-Tablet (Apple iPad), where different measures of reading behaviour and visual strain were regularly (after each hour) recorded. These dependent measures included subjective (visual) fatigue, a letter search task, reading speed, oculomotor behaviour, and pupillary light reflex.

The results of the study show that reading on both display types is good and very similar in terms of both subjective and objective measures. Participants did not have more visual fatigue when reading on a tablet than when reading on an E-ink device. We concluded from this study that it is not the technology itself, but rather the image quality that is crucial for reading. The study shows that compared to the visual display units of past decades, recent electronic displays allow good and comfortable reading, even for extended time periods.

A few critical remarks still need to be made though. This laboratory study was conducted under artificial light conditions. Therefore it is unclear if an experiment under daylight conditions would lead to the same results. Another interesting question is how the sleep quality is influenced by different display technologies.

But still, the result of the study is an important novelty in reading research, and is opposed to many statements from publishers and subjective user self tests, that have stated that tablets are not appropriate for reading over a long period of time.

More information on the study is available online: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1475-1313.2012.00928.x/abstract

Publication:

Siegenthaler, E., Bochud, Y., Bergamin, P. and Wurtz, P. (2012), Reading on LCD vs e-Ink displays: effects on fatigue and visual strain. Ophthalmic and Physiological Optics, 32: 367–374. doi: 10.1111/j.1475-1313.2012.00928.x

Sources:

http://www.stern.de/digital/homeentertainment/e-book-lesegeraete-die-gretchenfrage-beim-elektronischen-lesen-1596371.html


Leave a comment

Published article in «Displays»

Our study Comparing reading processes on e-ink displays and print is now published in the Elsevier journal Displays. In the study we analyze and compare reading behavior on e-reader displays and on printed paper.

The results suggest that reading behavior on e-readers is indeed very similar to reading behavior on print. Participants shared similar proportions of regressive saccades while reading on e-readers and print. Significant differences in fixation duration suggest that e-readers, in some situations, may even provide better legibility.

Link to the article: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0141938211000497

Citation: Siegenthaler, E., Wurtz, P, Bergamin P. & Groner, R. (2011). Comparing reading processes on e-ink displays and print. Displays, 32 (5), 268-273. http://dx.doi.org/10.1016/j.displa.2011.05.005.


Leave a comment

Usability Test für Wallis Tourismus

Wallis Tourismus hat seit gestern einen neuen Webauftritt. Neben dem Layout wurden auch die Inhalte neu überarbeitet und harmonisiert. Der Neuauftritt sollte die Website in Hinblick auf Inhalt, Design und Technologie verbessern. Eine attraktive und benutzerfreundliche Website ist die beste Visitenkarte für den Tourismuskanton Wallis.

Mittels einer Usability-Analyse wurde deshalb der neue Webauftritt durch das IFeL Usability-Lab einer neutralen und unabhängigen Begutachtung aus Sicht der Benutzer unterzogen. Dabei wurde abgeklärt, inwieweit der Webauftritt den Erwartungen der Benutzer entspricht. Dies beinhaltete neben dem Layout auch die Funktionalität und die logische Struktur der Navigation und Inhalte.

Die Tests wurden im Oktober 2010 gemeinsam durch das IFeL Usability-Team und der Webverantwortlichen von Wallis Tourismus vor Ort in Sion durchgeführt.
Folgende Fragen sollten insbesondere beantwortet werden:

  • Ist die Navigationsstruktur klar (Begrifflichkeit, logische Anordnung)?
  • Gelingt die Bedienung auf Anhieb?
  • Gibt es Verbesserungsmöglichkeiten in…
    • der Gestaltung
    • der Positionierung
    • der Bezeichnung der Bedienelemente?
Sartseite von Wallis Tourismus vorher (links) und nachher (rechts)

Startseite von Wallis Tourismus vorher (links) und nachher (rechts)

Methoden

Es wurden 6 Probanden aus drei Nutzergruppen rekrutiert (4 weiblich, Altersspanne 25-69 Jahre). Jeweils 2 Probanden waren Mitarbeiter von Wallis Tourismus welche die Website quasi “backstage” kennen, externe Tourismuspartner welche die Website oft nutzen und Privatpersonen ohne tourismusspezifische Vorkenntnisse.  Die Aufgaben beinhalteten einen Card Sorting Test für die Navigationsstruktur sowie das Lösen von Aufgaben (Use Cases) mit Eyetracking am Bildschirm. Im Anschluss an die Aufgaben wurde ein halbstandardisiertes Interview durchgeführt, sowie ein Fragebogen durch die Teilnehmenden ausgefüllt.

Ergebnisse

Die Befunde aus den durchgeführten Tests zeigten in verschiedenen Bereichen Verbesserungsmöglichkeiten:

Card sorting Test

Card sorting test

Navigation:

  • Löschung/Ersetzung unklarer Begriffe
  • Ergänzung mit fehlenden Begriffen
  • Teilweise Neuanordnung der Navigationsstruktur

Use Cases:

Eyetracking

Eyetracking

Die Aufgaben in der Art von „Finden Sie ein Typisches Walliser Spezialitätenrestaurant im Unterwallis. Wie lautet die Telefonnummer?“ oder „Sie haben eine Wallis SkiCard geschenkt bekommen. Finden sie heraus, ob diese übertragbar oder persönlich ist.“ brachten ganz spezifische Stärken und Schwächen des neuen Webauftritts ans Licht. Wichtige Anpassungen die daraus resultierten waren z.B. eine bessere Hervorhebung/Unterscheidung der Sommer- und Winterangebote, oder die Optimierung von Mouse-Over-Effekten, sowie des Seitenscrollings.

Fragebogen

Fragebogen

Interwies & Fragebogen:

Die Fragebogen und Interviews gaben den Teilnehmenden die Möglichkeit allgemeine Urteile und zusätzliche Kommentare zu geben. Im Allgemeinen wurde der neue Webauftritt als attraktiv, nützlich und leicht erlernbar beurteilt. Der Gesamteindruck war gut bis sehr gut. Trotzdem wurden gewisse Stolpersteine und Unklarheiten angesprochen, deren Behebung hilft die Seite weiter zu optimieren. So wurde beispielswiese die Wichtigkeit einer gut funktionierenden Volltextsuche sowie das Bedürfnis der Darstellung von Angeboten auf einer geografischen Landkarte, mehrfach betont. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Nutzen war, dass die Teilnehmenden (teilweise Kunden bzw. Partner von Wallis Tourismus) es sehr geschätzt haben, in die Entwicklung der Webseite mit einbezogen zu werden. Dieses partizipative Vorgehen fördert unabhängig vom Webauftritt selbst die Akzeptanz und den gegenseitigen Respekt der Akteure.


Leave a comment

Wozu taugen Tablets eigentlich

Gemäss IDC Marktforschungsinstitut wurden im Jahr 2010 nahezu 17 Millionen Tablet-Computer Verkauft, wobei fast die Hälfte auf Lieferungen in die USA entfällt.  Für die nächsten Jahre wird mit 44.6 Millionen für 2011 und über 70 Millionen für 2012 weiterhin ein grosses Wachstum prognostiziert. Dabei wird der jetzige Marktleader Apple wohl Marktanteile abtreten müssen. Insbesondere das Android Betriebssystem erfreut sich zunehmend grosser Beliebtheit.

Tablets könnten insbesondere in den Bereichen Fernstudium und eLearning neue Möglichkeiten eröffnen. Am IFeL prüfen wir aktuell die Einsatzmöglichkeiten von Tablets und eReadern.

Wozu verwenden Sie Ihr Tablet?


Leave a comment

Publikation im Journal of Usability Studies

Wir haben am IFeL die Benutzerfreundlichkeit von fünf verschiedenen e-ink Readern getestet. Dabei haben wir festgestellt, dass die e-reading Geräte noch grosse Mängel in der Benutzefreundlichkeit aufweisen. Zudem konnten wir zeigen, dass der richtige Methodenmix in der Usability-Forschung enorm wichtig ist. Die Studie wurde in der Novemberausgabe der Zeitschirft Journal of Usability Studies veröffentlicht.

Siegenthaler, E., Wurtz, P., & Groner, R. (2010). Improving the Usability of E-Book Readers. Journal of Usability Studies, 6(1), 25-38.