IFeL blog

Structure, Dialogue and Autonomy

Wie haben Sie das gemacht, Ms. Mooc?

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Die drei Mooc-Geschwister sind auf Europa-Tournee und wir hatten Gelegenheit zu einem Interview. Wir wollten von ihnen wissen, ob sie ihre innovativen Ideen auch für unseren Alltag empfehlen können. Structure, Dialogue und Autonomy Mooc sind derzeit weltweit in allen Medien, nur aufgrund guter Beziehungen konnten wir die Drei für ein Gespräch im Zürcher Clouds gewinnen.

Clouds, Prime Tower, Zürich

Radio IFeL: Ms. Mooc, Sie und Ihre Geschwister haben „offene“ Online-Kurse propagiert und selber durchgeführt. Offen heisst zunächst einmal frei zugänglich im Web, es kann aber auch jedes Mal neu eine bestimmte Kursform gewählt werden. Sie selbst haben aber festgehalten, dass Sie viel Wert auf das Format eines Kurses legen. Könnten Sie uns diesen Widerspruch erklären?

Structure Mooc: Das ist für mich kein Widerspruch, sondern selbstverständlich: Sobald einmal festgelegt, sind die Abmachungen in einem Kurs verbindlich für alle Beteiligten. Ich bin überzeugt, dass klare Orientierung und Verbindlichkeit die entscheidenden Elemente fürs Lernen, vor allem fürs gemeinsame Lernen, sind und dies umfasst die Kursform, den Aufbau, die Rhythmisierung usw.

IFeL: Für Sie, Mr. Dialogue Mooc, ist umgekehrt die Lehrperson das Wichtigste in so einem Kurs?

Dialogue Mooc: Oh ja, die Lehrpersonen sind für mich ein zentraler Teil des ganzen Online-Angebots, so wie übrigens auch ein zentraler Teil eines ganz bodenständigen Lehrangebots. Eine Lehrperson steht nicht alleine in der Wüste und predigt, sondern sie ist Teil einer Inszenierung, sie muss gefasst werden, so wie eine Stimme unterstützt wird durch Instrumente, ein ganzes Orchester, dann trägt sie der Rundfunk in alle Welt hinaus.

Autonomy Mooc: Wenn ich dazu etwas einwenden darf. Mein Bruder lässt sich da jeweils über eine Klippe in den Abgrund treiben. Lernen ist denn doch einiges komplexer als Senden und Empfangen. Sorry, dass ich das zu einem Radio-Macher sagen muss.

IFeL: Kein Problem. Sie, Ms. Autonomy Mooc, sind als jüngste Schwester so etwas wie der Publikumsliebling geworden, wenn ich all die Berichte zu Ihren Ideen überblicke. Wie ist es dazu gekommen?

A.M.: Nun, mein Name hat wohl etwas Verlockendes. Ich bin allerdings nicht so sicher, ob ich bei unserem Publikum beliebt bin, ich kann sehr anstrengend sein, auch für meine Fans. Mein Anliegen ist es, die Selbständigkeit der Lernenden zu fördern, ohne dass unser Projekt ins Laisser-faire kippt, und deshalb bin ich so weit mit meinem Bruder einig, auch Selbständigkeit muss wie eine Stimme erarbeitet und gefasst werden. Wie Sie sehen ist unser Rezept, dass wir immer wieder den Ausgleich untereinander suchen,

IFeL: Interessant, wie machen Sie dies denn bezüglich der Selbständigkeit im Lernen?

A.M.: Ich höre im Wort Selbständigkeit das Spannungsfeld „Konstanz und Veränderung“ anklingen, welches sich uns beim Lernen als Aufgabe stellt. Zusammen mit meiner Schwester arbeiten wir folglich daran, die Lernzeit so offen wie sinnvoll und so kontrolliert wie nötig zu gestalten.

IFeL: Vielen Dank an die Geschwister Mooc. Wir machen hier nach einer kurzen Werbepause weiter. Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, können sich wie immer auf diesem Kanal mit Fragen einbringen. Bis gleich.

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