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Structure, Dialogue and Autonomy

Tablet Didactics II: Zugang und Lernen?

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Tablet-Computer sollen ja aufgrund ihrer guten Bedienbarkeit und vor allem aufgrund des einfachen und schnellen Zugangs zu Informationen das Lernen fördern. Diese Hypothese wird heute oft wiederholt. Die Frage ist, was einfacher und schneller Zugang bedeutet? Bezieht sich das eher auf die Gerätefunktionen und weniger auf Lernfunktionen?

In der Tat ist das Aufstarten von Tablets schneller als bei Laptops, von „Aus“ bis arbeitsfähig ohnehin, meist aber von Ruhezustand bis arbeitsfähig dank längerer Batterielaufzeit. Auch die Software ist meist schnell gestartet und eindeutige Vorteile bestehen bei Kauf- und Installationsprozessen, wenn man iTunes-Store & Co. nutzt. Komplizierter wird es schon, wenn Dateien archivieren, teilen und wiedernutzen ansteht: iCloud, Dropbox, Teamdrive etc. bieten Hilfe, allerdings verliert sich in diesem Feld der Vorsprung des Tablets gegenüber dem Laptop.

Zudem besteht eine grundlegendere Problematik darin, dass Informationen verarbeiten, nicht gleich Lernen ist. Der Zugang zu guten Lernmaterialien ist noch rar, besonders wenn wir formale Bildungskontexte und deren obligatorische Literatur einbeziehen. Hier gibt es aber vielversprechende Anzeichen, dass sich die Situation rasch bessert. Mehr dazu aber später in diesem Blog.

Vorher beschäftigen mich zwei andere Fragen im Lernkontext, sie bilden quasi eine Voraussetzung um Lernen mit entsprechenden Devices neuester Generation überhaupt zu fördern:

  1. Ist die Usability von Tablets so gut, dass die Studierenden keine Probleme haben, sie im Lernkontext zu nutzen?
  2. Und die von unseren Studierenden gewünschten Lehrtexte, können diese auf dem Tablet gelesen werden?

Unsere Evaluationsstudie mit Studierenden hat gezeigt, dass zwei Drittel keine/kaum Probleme mit der Bedienung der Tablets hatte und ein Drittel einige/viele Probleme. Interessant daran ist, dass ganze 70% der Informatikstudierenden im Feld keine Einführung zu den im Studium verwendeten Apps wollte, während von den Wirtschaftsstudierenden umgekehrt ganze zwei Drittel eine solche Einführung wünschten. Spielt hier die Medien und Informatik-Kompetenz eine Rolle?

Beim Lesen von Lerntexten ist die Situation schon eindeutiger: Im Rahmen unserer entsprechenden Studien haben wir weitgehend gute Resultate fürs Lesen auf Tablets festgestellt.

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Author: Per Bergamin

I'm researcher at the Swiss University Applied Sciences in the areas of self-regultated, adaptive learning and mobile learning as well as e-reading, learning and usability. I like sports such as handball, basketball and running. But there are also some song and book writers that inspired me ;-))

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