IFeL blog

Structure, Dialogue and Autonomy


Leave a comment

Basic Knowledge Sharing Model

In the context of our mission of promoting collaboration at FFHS, my team has developed a variation of the SECI model of knowledge conversion (Nonaka & Takeuchi 1995) in which we focus on the foundations of knowledge sharing and which, for this reason, is called “Basic Knowledge Sharing Model”.

Both  models  are  based  on  the  distinction  of  two  kinds  or  dimensions  of knowledge: a)  explicit  knowledge,  b)  tacit  knowledge.  Explicit  knowledge  is  knowledge that one could easily express or which is already expressed (by spoken  words, written in documents or by other means that make it perceivable). But this is  not the whole knowledge base. As Polanyi wrote: “one can know more than one can tell” (Polanyi 1966, p. 8) and this “more” is a second kind or dimension of knowledge called “tacit” knowledge, the knowledge that one cannot easily express and that has not  been  expressed  (because  we  are  not  able  to  do  it,  because  it  would  take  too much time, etc. ); notice that this is the larger part – maybe 80% or even more – of our knowledge base:  in fact, we are much faster in thinking and doing than in speaking and writing! Compare for example riding a bicycle with a spoken or written description of how to ride it.  Metaphorically we could also say that explicit knowledge is only the shadow of tacit knowledge.

Figure 1 Knowledge conversion v3Figure 1.  Basic Knowledge Sharing Model – IECS

Differently from the SECI model, in our knowledge sharing model we begin by explicitly considering two individuals, each with her knowledge base, and look at how knowledge conversions proceed first within the two persons and then between them. As a consequence we start within the individual (Fig. 1):

  1. by considering first the knowledge conversion from explicit to tacit, called “internalization” (1. to learn, to understand);
  2. then we consider as second the reverse knowledge conversion, from tacit to explicit, called “externalization”  (2.  to document).
  3. In a third  step  we  look at  the  knowledge conversion from explicit to explicit called “combination”, which in our case is seen as communication  in  the  sense  of  an  exchange  of  information  (3.  communicate) between two individuals;
  4. finally we come to the crucial, fourth step called “socialization” in which tacit knowledge is shared between the two individuals by means of interactions (4. apply, live).

Thus the sequence of our model is 1. Internalization >>> 2. Externalization >>>  3.  Combination  >>>  4.  Socialization,  or  abbreviated  IECS  by  using  the  initials  of  these steps, like in SECI.

Regarding socialization and collaboration it is important to notice that in these interactions tacit knowledge “is commonly and easily conveyed by narrative, although narrative exemplifies rather than exhaustively describes such knowledge” (Linde 2001). Other practical ways to share tacit knowledge are listed by Von Krogh et al. (2000:83): direct observation and narration, imitation, experimentation and comparison, joint execution. They also mention conversations as an enabler of  tacit  knowledge  sharing  (2000:125ff)  and  suggest  that  tacit  knowledge  can  be seen as the clay that participants of knowledge-creating conversations work with and form eventually arriving at new concepts (Von Krogh et al.: 135).

 

References

Bettoni, M., Bernhard, W., Bittel, N. & Mirata, V. (in press) Sharing Tacit Knowledge in Meetings: The OSG Approach. Paper presented at the 20th Knowledge Management Forum, Milan, 28 October 2015. In press: kappaemme 26, Speciale KM 2015, Pavia: Jekpot.

Linde, C. (2001) Narrative and Social Tacit Knowledge. Journal of Knowledge Management, Special Issue on Tacit Knowledge Exchange and Active Learning, 5 (2)

Nonaka, I. & Takeuchi, H. (1995) The knowledge creating company: how Japanese companies create the dynamics of innovation, New York: Oxford University Press.

Polanyi, M. (1966) The Tacit Dimension, Gloucester (Mass.): Peter Smith

Von Krogh, G., Ichijo, K. & Nonaka, I. (2000) Enabling Knowledge Creation. Oxford: Oxford University Press.


Leave a comment

4 gute Gründe, weshalb Sie an unseren nächsten online Storytelling Workshops unbedingt dabei sein sollten!

Jeder kann gutes Storytelling lernen. Jeder? Jeder!

Und mit unserer online Reihe Virtuelle & Interaktive Sessions (VIS) zum Thema Storytelling im Hochschulunterricht begleiten wir Sie auf Ihren ersten Schritten.

Wenn Sie also an einer Hochschule dozieren oder einfach Spass am Umgang mit narrativen Methoden haben, dann sind Sie bei uns richtig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine gute Geschichte (er)finden, eine Multimedia Story kreieren, eine Heldenreise oder ein kollaboratives Gamebook für den Unterricht erstellen oder Metaphern gezielt einsetzen.

Logo_VIS_Neu_rgb-01

In diesem Artikel geben wir Ihnen 4, wie wir denken, gute Gründe, weshalb Sie die VIS-Sessions diesen Herbst auf keinen Fall verpassen sollten:

  1. Ausprobieren statt nur zuhören. Sie haben schon an vielen Webinaren teilgenommen? Vergessen Sie, was Sie dort gesehen haben, denn die VIS Workshops sind anders. Im Zentrum steht nicht der Referent und seine Powerpointpräsentation, sondern SIE. Bei uns heisst es: Viel Raum für Interaktion, wenig Input. Immerhin ist es dieser Austausch mit den Experten und Kollegen, den Sie in keinem Buch oder Podcast finden können.
  2. Dabei sein – egal, wo Sie gerade sind. Sie sind auf Weltreise oder sitzen im Zug nach Hause? Kein Problem. Für diese Workshops brauchen Sie sich nicht von der Stelle zu bewegen. Ein Headset und eine Internetverbindung und schon sind Sie mitten drin.
  3. Von unseren Experten und ihrer Erfahrung profitieren. Für jeden der 5 Workshops steht Ihnen ein ausgewiesener Experte zur Seite. Und wir geben Ihnen die Zeit, diese Experten auch zu “brauchen”. Löcheren Sie sie mit Ihren Fragen – sie werden es Ihnen danken.😉
  4. Wir lassen Sie nicht im Stich. Nach dem Workshop ist vor der Umsetzung. Die Sessions haben Sie so sehr motiviert, dass Sie das Gelernte direkt umsetzen möchten, Sie stossen dabei aber auf Schwierigkeiten? Wir sind auch nach den Workshops noch für Sie da…

Okay, Sie sind noch nicht 100% überzeugt? Dann sehen Sie doch mal, was Teilnehmer aus der ersten VIS-Runde mit 10 ausgebuchten Workshops zu berichten wissen:

Feedbacks Wordcloud

Noch hat es in allen 5 Sessions Plätze frei, aber hoffentlich nicht mehr lange! Hier geht’s zu Ihrer Anmeldung: www.ffhs.ch/vis

Wir freuen uns auf Sie und auf jede Menge spannender Geschichten!

Nicole Bittel
IFeL & Learning Center


Leave a comment

Datenbank mit emotionalen Texten

Im Rahmen des EU-Netzwerkprogrammes COST Action E-READ arbeitet das IFeL gemeinsam mit internationalen Experten daran, eine mehrsprachige Datenbank von kurzen Texten mit unterschiedlichem Emotionspotential aufzubauen. Diese soll für Forschungszwecke eingesetzt werden, u.a. mit dem Ziel, bei adaptiven Lernsystemen die fürs Lernen relevanten Emotionen zu berücksichtigen.

Das emotionale Potential von Texten ist für das adaptive E-Learning wichtig, da für das Lernen relevante Emotionen (z.B. Lernfreude, Langeweile, Verwirrung) bei der Lehrmittelproduktion und in Aufgaben der Studierenden berücksichtigt werden können. Die Messung des emotionalen Potentials von Texten ist jedoch relativ neu. Das Institut für Fernstudien- und eLearningforschung (IFeL) der FFHS arbeitet derzeit am Aufbau einer Text-Datenbank zur Erforschung der Wirkung von Emotionen in Texten.

Ganze Texte noch kaum auf Emotionsgehalt untersucht
Emotionen werden in der Regel am Menschen gemessen, indem nach Gefühlen und subjektivem Empfinden gefragt, Mimik und Gestik auf vorhandene Emotionen beobachtet oder psychophysiologische Messungen (z.B. Herzfrequenz, Hautleitwert) vorgenommen werden. Aber auch das emotionale Potential, d.h. der geschätzte Gehalt von Emotionen, in Bildern und Texten ist messbar. Seit längerer Zeit gibt es Datenbanken mit Bildern, deren emotionales Potential von mehreren Personen geschätzt wurde und in Experimenten als Stimuli (z.B. zur Auslösung von Emotionen) gezeigt werden. Es existieren auch Wortlisten, in denen Worte nach dem emotionalen Potential beurteilt wurden. In der Regel sind die Worte nach ihrer Valenz (negativ – positiv) und die emotionale Erregbarkeit (arousal) oder sogar nach einzelne basale Emotionen (wie Ärger, Freude und Angst) beurteilt worden.

Ganze Texte wurden jedoch noch kaum in Bezug zum emotionalen Potenzial untersucht. Dazu gibt es eine ganze Reihe von Instrumenten. Im deutschen Sprachraum ist vor allem die «Berlin Affective Word List» (BAWL) mit über 6000 Worten bekannt, die von einem Team um Arthur Jacobs in Berlin gebildet und weiter entwickelt wird. Auch die Einschätzung der Texte mit sogenannten SAM (Self-Assessment Manikin) wird für die Einschätzung des emotionalen Gehaltes von Texten angewandt. SAM sind Logos in Form von kleinen Männchen, die in fünf bis neun Abstufungen eine emotionale Dimension (Valenz, emotionale Erregung) darstellen.

SAM-Methode: 5-Punkte Skala, emotionale Erregung
Quelle: http://irtel.uni-mannheim.de/pxlab/demos/index_SAM.html

In einer ersten Phase des Projektes ist vorgesehen, je zehn Texte aus vier Ländern (Schweiz, Frankreich, Spanien, Finnland) auf Deutsch (d.h. die entsprechenden Übersetzungen) mit der BAWL und später mit der SAM-Methode zu analysieren.

 

Zur Veranschaulichung: Das emotionale Potential dieses News-Beitrages hat eine Valenz von 0.75 (erreichbare Werte: -1.6 bis +2), das heisst, der Text ist eher positiv, und weist eine mittlere emotionale Erregbarkeit von 2.76 (erreichbare Werte: 2.3 bis 4) auf.


Leave a comment

Arbeitsräume: Die «Körpersprache» des Unternehmens

Wie die Gestaltung der Büro-Räume zum erfolgreichen Instrument für die Rekrutierung von Millenials wird.

Neue Erwartungen der Millennials stellen neue Anforderungen an die Arbeitswelt, auch an die Räumlichkeiten, in denen sie arbeiten möchten. Leider begreifen weiterhin wenige Unternehmen, dass die gezielte Gestaltung der eigenen Innenbereiche ein wichtiger Faktor bei der Gewinnung zukünftiger Arbeitskräfte ist. Denn der Raum, in dem man arbeitet, stellt die unverwechselbare «Körpersprache» eines Unternehmens dar. Er spiegelt, bewusst oder unbewusst, seine Kultur, Werte und Unternehmenshaltung und kann die vorhandenen Bedürfnisse der jungen Talente unterstützen.

Wie können also Räume die Anforderungen der Millennials unterstützen und dadurch zur Gewinnung der jungen Talente beitragen? Das erfahren Sie hier: http://www.hrtoday.ch/article/arbeitsr-ume-die-k-rpersprache-des-unternehmens

 


Leave a comment

ALMoo – Adaptives Lernen mit Moodle

Von Anna Lupandina und Matthias Holthaus

Das Projekt ALMoo wurde vom IFeL entwickelt, durchgeführt und abschliessend evaluiert. Ziel und Idee von ALMoo war es, zu untersuchen, inwieweit mit dem Einsatz von adaptiven Lerntechnologien an der FFHS die Lehre optimiert werden kann. Es ging darum auf Basis von forschungsgeleiteten Instruktionsansätzen und unter der Berücksichtigung von kognitionsrelevanten Überlegungen ein adaptives Instruktionsmodell zu entwickeln und zu erproben, das vor allem auch dem spezifischen Bedarf der Fernstudierenden der FFHS gerecht wird und deren Studium unterstützt.

Die ersten Ergebnisse zeigen, das ALMoo besonders die schwächeren Studierenden unterstützt.

ALMoo im Schnelldurchgang erklärt:

Jeder Studierende musste zu Beginn des Kurses einen Vorwissenstest absolvieren, der die Studierenden in zwei Wissensstufen – Novize oder Fortgeschrittener – einteilte. Entsprechend dieser Einteilung erhielten die Studierenden zwar die gleichen Aufgaben, aber mit unterschiedlich detaillierten Instruktionen und Erklärungen. Die Einteilung in Novize und Experte war aber nicht unveränderlich. Hatten Novizen Aufgaben erfolgreich gelöst, bekamen sie die Empfehlung in den Expertenbereich (Aufgaben mit weniger Zwischenschritten und Instruktionen) zu wechseln. Hatten Experten hingegen Aufgaben nicht gelöst, bekamen sie die Empfehlung in den Novizenbereich  (Aufgaben mit Zwischenschritten und ausführlichen Instruktionen) zu wechseln.

Somit hatte jeder Studierende seinen individuellen – seinem Wissen entsprechenden – Lernpfad. Das Befolgen dieses Lernpfades war allerdings keineswegs verpflichtend. Studierende konnten sich auch für die Lernaufgaben mit dem anderen Instruktionsmodell entscheiden.

Die erste Veranstaltung in der ALMoo eingesetzt wurde und von 95 Studierenden besucht wurde ist mittlerweile beendet und die ersten Ergebnisse liegen nun vor.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei dem installierten Setting an der FFHS vor allem – wie oben bereits erwähnt – die schwächeren Studierenden, die Novizen vom adaptiven Lernsystem profitiert haben. Dies kann als erstes Untersuchungsergebnis festgehalten werden. Ihre Wissensdefizite konnten sie durch die zusätzlichen Erklärungen und ausführlicheren Aufgaben zur Prüfung hin signifikant besser aufarbeiten.

Ferner zeigt sich, dass die Studierenden, die aktiv (e-)lernen, mit den E-Learning-Komponenten aktiv und online lernen und gelernt bzw. gearbeitet haben bessere Lernerfolge erzielen. Aus einer ‚nach oben unbegrenzte Online-Aktivität‘ folgt zwar nicht ein nach oben unbegrenzter Lernerfolg, aber aus einer E-Learning-Passivität folgt hier eher ein Misserfolg. Dies kann als zweites Untersuchungsergebnis festgehalten werden. Dass E-Learning, als primäre Lernumgebung, nicht zu unterschätzen ist, als primäre Lernumgebung anerkannt werden muss. Die Aktivität der Studierenden und somit auch deren Engagement und folglich deren Lernerfolg kann so über entsprechende E-Learningsysteme (adaptive Lernsysteme) gefördert und ‚gesteuert‘ werden.

Darüber hinaus können Adaptive Lernsysteme auch dabei helfen, Selbstreguliertes Lernen zu erlernen wie auch den eigenen Wissensstand besser einzuschätzen.

ALMoo wird fortgeführt. Auch in einer weiteren Veranstaltung wird ALMoo nun eingeführt und weitere Daten werden gesammelt und ausgewertet um die Ergebnisse zu validieren. Auch an Fachpublikationen um die Ergebnisse zu veröffentlichen wird gegenwärtig gearbeitet und bei Erscheinen hier darauf hingewiesen.


Leave a comment

CAS eDidactics – verleiht Ihrer E-Learning-Karriere Flügel

Der Lehrgang “CAS eDidactics – Mediengestütztes Lehren und Lernen” der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) startet am 8. August bereits in seine vierte Durchführung.

Mit zunehmenden Online-Lernangeboten steigt der Bedarf an qualifizierten Personen im Bereich E-Learning bzw. Blended Learning. Im CAS eDidactics erwerben Sie die notwendigen Qualifikationen, um den Ansprüchen an die moderne Lehre gerecht werden zu können. Sie befassen sich im Lehrgang mit der Planung, Entwicklung, Durchführung und Evaluation von E-Learning-Angeboten. Durch unseren Blended Learning-Ansatz – 80 % des Lehrgangs finden online, 20 % im Rahmen von Präsenzveranstaltungen statt – erfahren Sie E-Learning dabei hautnah. Zudem geht nichts über Anwendung: Sie setzen sich im Lehrgang sehr aktiv mit den Themen auseinander und erstellen als Abschluss Ihr eigenes kleines Online-Lernangebot.

Der Lehrgang besteht insgesamt aus 10 Ausbildungsblöcken. Dank dem modularen Aufbau können Sie auch nur einzelne für Sie passende Ausbildungsblöcke besuchen. Wir würden uns freuen, Sie bei uns begrüssen zu dürfen. Weitere Informationen finden Sie unter www.ffhs.ch/edidactics.


Leave a comment

Stay far, learn close

Marktplatzstand an der 7. Swiss eLearning Conference (www.selc.ch) – 12. April 2016 in Zürich

Geografische Distanz kann das Lernen behindern, aber ein geeignetes Verständnis der Möglichkeiten virtueller Kollaboration  kann die für ein effektives Lernen notwendige emotionale und praktische Nähe wiederherstellen. Auf der  Grundlage eines wissensbasierten Verständnisses von e-Collaboration haben wir Modelle und Instrumente entwickelt sowie Erfahrungen gesammelt, welche das neue soziale, gemeinschaftliche Lernen auch auf Distanz fördern können. Wir geben Einblick in diesbezgl. Projekte und Ansätze, wie z.B.

  1. eSF Our E-Collaboration System (English)
  2. Community of Practice (English)
  3. Storytelling (Deutsch)
  4. Gamebooks (Deutsch)
  5. TOOCs (Deuttsch)
  6. Solution Finder Model (English)
  7. Open Science Gallery (English)
  8. Virtual & Interactive Sessions (Deutsch)
  9. QUBE – 3D E-Learning System (English)
  10. ECIC – Electronic Collaborative Idea Cultivation (English)

Selc_2016_Marketplace-Tische

Marktplatz der SeLC 2016 – Im Vordergrund der Tisch des IFeL Team E.Collaboration (Marco Bettoni, Willi Bernhard, Nicole Bittel und Victoria Mirata)

 

 

 

 

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 31 other followers